Kochen im Baudenkmal

Keine Ideen, was Du an den Festtagen kochen sollst? Als Inspiration schlägt Dir Laz uns kochen die kulinarische Neuinterpretation eines regionalen Rezeptes vor, welches er im Türalihus in Valendas (GR) gekocht und als Video aufgenommen hat.

Ferien im Baudenkmal verbindet Denkmalpflege und Tourismus. Historisch wertvolle Bauzeugen werden übernommen, sanft renoviert und als Ferienwohnungen vermietet. Das Modell ermöglicht einen doppelten Gewinn: Die Baudenkmäler erhalten eine neue Zukunft und die Feriengäste erleben einen Aufenthalt in einem aussergewöhnlichen Gebäude. Realisiert wird die Idee durch die Stiftung Ferien im Baudenkmal (FiB), welche 2005 durch den Schweizer Heimatschutz gegründet wurde.

Geschichte & Informationen
Das Türalihus ist eines von mehreren stattlichen Bürgerhäusern in Valendas. Der älteste Teil stammt aus dem Jahre 1485. In späteren Bauphasen wurde der Bau gegen Norden erweitert, aufgestockt und ein Treppenturm angebaut, der dem Haus noch heute seinen Namen gibt. Die kleinere Wohneinheit befindet sich im ersten Obergeschoss. Gegen die Strasse hin befindet sich eine Stube mit floralen Motiven und einem wuchtigen Turmofen. Die Raumeinteilung wurde beibehalten und Böden, Täfer, Malereien und die Öfen wurden sorgfältig renoviert. Die Küche wurde unter Beibehaltung der alten Feuerstelle mit modernen Einrichtungen ergänzt und zudem ein Bad eingebaut. Die beiden Schlafkammern befinden sich in den ehemaligen Lagerräumen im hinteren Hausteil.

Renovation
Für die Renovation verantwortlich waren die Ilanzer Architekten Capaul & Blumenthal. Es galt, die originale Bausubstanz und den einzigartigen Charakter des Hauses zu erhalten: ausgetretene Steinstufen, verrusste Stellen in der alten Küche, bemalte Täfer und Öfen in den Stuben zeugen noch heute von der Erbauerzeit. Die Restaurierungsarbeiten folgten einem streng konservativen Ansatz und lassen sich mit dem Schlagwort «Mut zum Fragment» umschreiben. Die Stube wurde bewusst mit der noch teilweise vorhandenen Erstbemalung und den rohen, geölten Holzböden belassen. Die modernen Einbauten in Küchen und Badezimmer und die zeitgemässe Möblierung beweisen, wie gut sich alt und neu verbinden lassen. 

Nach Entfernung eines abbröckelnden groben Besenwurf-Verputzes aus dem 20. Jh. kamen Fragmente von fünf verschiedenen Fassungen aus der Zeit zwischen 1465 und 1775 zum Vorschein, welche in eindrücklicher Weise die komplexe Baugeschichte des Hauses veranschaulichen. Das vorgefundene Nebeneinander verschiedener, zeitlich gestaffelter Fassungen beizubehalten, wurde zum Leitgedanken der zwischen 2010 und 2012 durchgeführten Fassadenrestaurierung.

WICHTIGE ERGÄNZUNG
Das Türalihus ist ein Baudenkmal, das mit grosser Rücksicht auf die vorhandene Substanz renoviert worden ist. Der Mieter ist sich dessen bewusst und begegnet dem Objekt mit Sorgfalt. Obwohl im Übrigen technisch zeitgemäss ausgestattet, entsprechen gewisse funktionelle Details heute gängigen Normen nicht und bergen eine allfällige Gefahrenquelle. 

Infos, Details und Buchung bei uns im l’tur Reise-Shop Bern an der Kramgasse 77.